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Endometriose

Auf der Suche nach dem Grund der ungewollten Kinderlosigkeit treffen wir häufig auf folgende Situation. Alles scheint bei dem Paar in Ordnung zu sein. Bei der Frau bestehen vielleicht leichte Schmierblutungen, manchmal Schmerzen während der Periode, die seit dem Absetzen der Pille stärker wurden und eben keine Schwangerschaft.

Der Begriff Endometriose leitet sich vom Wort Endometrium (Schleimhaut) ab. Als Endometrium bezeichnet man speziell die Schleimhaut innerhalb der Gebärmutterhöhle. Dort baut sich diese Schleimhaut einmal im Monat unter dem Einfluss der Hormone auf, damit sich der Embryo einnisten kann. Kommt es nicht zu einer Einnistung, blutet die Schleimhaut am Ende des Zyklus in Form der Monatsblutung ab. Befindet sich diese Schleimhaut krankhafterweise außerhalb der Gebärmutterhöhle bezeichnet man diese Erkrankung als Endometriose. In erster Linie nistet sie sich an den Eierstöcken, den Eileitern und auf der Gebärmutter an. Bei der Periode kommt es an diesen Stellen dann ebenfalls zu Blutungen, die naturgemäß recht schmerzhaft sein können, zu Schäden an den Eierstöcken, am Eileiter und an der Gebärmutter führen können und, wir wissen immer noch nicht genau warum, häufig zur Sterilität führen.

Möglicherweise ist es eine durch die Endometriose ausgelöste, unspezifische Abwehr des Körpers gegen diese falsche Schleimhaut und auch gegen die eigenen Eizellen, Spermien oder sogar den jungen Embryo. Jedenfalls stellt diese Erkrankung ein Problem dar, welches wir angehen müssen.

„FAST JEDE ZWEITE PATIENTIN IN EINER SOLCHEN SITUATION HAT EINE SOGENANNTE ENDOMETRIOSE.“

Seit über 30 Jahren forschen wir daran, wie wir am besten vorgehen, um die Chancen für eine erfolgreiche Schwangerschaft zu erhöhen. Natürlich muss als erstes die Diagnose sichergestellt werden. Das geht fast nur durch eine Bauchspiegelung, die wir auch bei Verdacht durchführen. Der Vorteil ist, dass bei der Diagnosestellung auch sofort die Therapie durchgeführt werden kann. Bei der Operation können dann gleich die störenden Herde entfernt werden. Das kann manchmal recht schwierig sein, da in schweren Fällen die Erkrankung auch die Blase oder den Darm erfassen kann. Bei erfolgreicher Operation steigt die Chance auf eine Schwangerschaft durchschnittlich um 25%. Wir sind bestrebt, dem Paar nach einer Operation innerhalb der nächsten 9 Monate zu einer Schwangerschaft zu verhelfen, da wir wissen, dass die Endometriose dann gerne wieder auftritt und sich damit die Chancen erneut verschlechtern. Es gibt außerdem noch verschiedene medikamentöse Ansätze zur Behandlung einer Endometriose, allerdings verhindern diese Therapien fast regelhaft eine Schwangerschaft, so dass sie von uns selten eingesetzt werden. Wichtig ist in unseren Augen, konsequent und zielorientiert auf eine Schwangerschaft hin zu arbeiten, denn heilen kann man eine Endometriose nicht. Eine ernste Form der Endometriose ist die der Eierstöcke. Dabei „graben“ sich die Herde quasi in den Eierstock hinein und die monatliche Blutung geschieht dann auch innerhalb des Eierstocks. Die Folge davon sind sogenannteSchokoladenzysten, mit altem Blut und alter Schleimhaut gefüllte Zysten im Eierstock, die diesen nahezu zerstören können. Die erste Überlegung eines jeden Gynäkologen ist daher, diese oder auch andere Zysten aus dem Eierstock operativ zu entfernen. Aber Achtung, bei jeder Operation am Eierstock wird das kostbarste Gut unserer Eierstöcke, die Eizellen, mit entfernt. Daher ist zum einen die Indikation zu einer solchen Operation streng zu stellen, zum anderen muss sie besonders präzise durchgeführt werden.

„WIR SIND BESTREBT, NACH EINER OPERATION INNERHALB DER NÄCHSTEN 9 MONATE DEM PAAR ZU EINER SCHWANGERSCHAFT ZU VERHELFEN...“

Die allermeisten Zysten oder Endometriome sind für die Frau durchaus ungefährlich. Sie sollten daher nur dann entfernt werden, wenn es durch die Operation gelingt, die Funktion der Eierstöcke zu verbessern und nicht zu vernichten!